Urlaub mit Hund: Entspannt und gut vorbereitet in die Ferien
- Sarah Engel

- 21. Juni
- 5 Min. Lesezeit
Urlaub mit Hund: Meine Tipps für eine stressfreie Reise

Hallo ihr Lieben,
ich melde mich heute direkt aus der wunderschönen Bretagne.
Natürlich sind Hazel und Murphy auch mit dabei und genießen die gemeinsame Auszeit genauso sehr wie wir.
Ein Urlaub mit Hund gehört für mich zu den schönsten Erlebnissen überhaupt. Gemeinsam neue Orte entdecken, lange Spaziergänge am Strand unternehmen oder die Natur in den Bergen genießen – genau das macht für mich einen gelungenen Urlaub aus.
Damit die Reise für Mensch und Hund entspannt verläuft, braucht es allerdings etwas Vorbereitung. Besonders bei einem Urlaub mit Hund im Ausland gibt es je nach Reiseziel einige Dinge zu beachten. Manche Länder haben spezielle Einreisebestimmungen, andere besondere Vorschriften für Hundehalter.
Damit ihr bestens vorbereitet in die Ferien starten könnt, habe ich euch heute meine wichtigsten Tipps für einen entspannten Urlaub mit Hund zusammengestellt.
Urlaub mit Hund vorbereiten: Was muss vor der Reise beachtet werden?
Bevor die Koffer gepackt werden, gibt es einige wichtige Punkte, die ihr unbedingt auf eurer Checkliste haben solltet.
Urlaub mit Hund im Ausland: Impfungen und Einreisebestimmungen prüfen
Das Wichtigste zuerst: Informiert euch frühzeitig über die Einreisebestimmungen eures Urlaubslandes.
Für die meisten europäischen Länder benötigt euer Hund:
Einen gültigen EU-Heimtierausweis
Eine gültige Tollwutimpfung
Eine eindeutige Kennzeichnung per Mikrochip
Zusätzlich gibt es in einigen Ländern weitere Anforderungen (u.a.):
Land | Besondere Vorschriften |
Frankreich | EU-Heimtierausweis, Mikrochip und gültige Tollwutimpfung |
Belgien | EU-Heimtierausweis, Mikrochip und Tollwutimpfung |
Niederlande | EU-Heimtierausweis, Mikrochip und Tollwutimpfung |
Dänemark | EU-Heimtierausweis, Mikrochip und Tollwutimpfung |
Schweden | EU-Heimtierausweis, Mikrochip und Tollwutimpfung |
Finnland | Zusätzlich verpflichtende Behandlung gegen den Fuchsbandwurm 1–5 Tage vor Einreise |
Norwegen | Behandlung gegen den Fuchsbandwurm vorgeschrieben |
Irland | Behandlung gegen den Fuchsbandwurm vorgeschrieben |
Malta | Behandlung gegen den Fuchsbandwurm vorgeschrieben |
Großbritannien | Mikrochip, Tollwutimpfung und Fuchsbandwurm-Behandlung erforderlich |
Da sich Vorschriften ändern können, solltet ihr die aktuellen Bestimmungen immer rechtzeitig vor Reisebeginn noch einmal überprüfen.
Parasitenprophylaxe nicht vergessen
Ich achte vor jeder Reise darauf, dass Hazel und Murphy einen zuverlässigen Schutz gegen:
Zecken
Flöhe
Mücken
haben.
Gerade in südlichen Ländern können durch Mücken Krankheiten übertragen werden, die wir in Deutschland kaum kennen. Sprecht deshalb rechtzeitig mit eurem Tierarzt über einen passenden Schutz.
Leinenpflicht, Maulkorbpflicht und lokale Vorschriften prüfen
Jedes Land hat eigene Regeln.

Informiert euch vorab über:
Leinenpflichten
Maulkorbpflichten
Hundestrände
Naturschutzgebiete
Freilaufmöglichkeiten
Wenn ihr wisst, dass euer Hund überwiegend angeleint bleiben muss, lohnt es sich, eine Schleppleine einzupacken. So kann euer Hund trotzdem etwas Bewegungsfreiheit genießen.
Besteht eine Maulkorbpflicht, solltet ihr bereits einige Wochen vor dem Urlaub mit einem positiven Maulkorbtraining beginnen. Das vermeidet unnötigen Stress für euch und euren Hund.
Tierarzt und Tierklinik am Urlaubsort recherchieren
Ein Tipp, der hoffentlich nie benötigt wird, mir aber ein gutes Gefühl gibt:
Ich suche bereits vor der Reise eine Tierarztpraxis und eine Tierklinik in der Nähe unserer Unterkunft heraus und speichere die Kontaktdaten direkt im Handy ab.
Im Notfall möchte ich nicht erst auf die Suche gehen müssen.
Weitere wichtige Vorbereitungen für den Urlaub mit Hund
Zusätzlich prüfe ich vor jeder Reise:
Sitzt das Halsband noch richtig?
Sind die Kontaktdaten am Hund aktuell?
Funktioniert der GPS-Tracker?
Sind genügend Medikamente vorhanden?
Ist die Haftpflichtversicherung auch im Ausland gültig?
Habe ich aktuelle Fotos meiner Hunde auf dem Handy?
Letzteres klingt vielleicht ungewöhnlich, kann aber im Ernstfall sehr hilfreich sein.
Urlaub mit Hund: Ich packe meinen Koffer
Oder besser gesagt: Die Hunde bekommen mittlerweile ihren eigenen Koffer.
Erstaunlich, wie viel Gepäck zwei Vierbeiner verursachen können.
Meine Packliste für den Urlaub mit Hund
Auf meiner Liste stehen meistens:
Futter für die gesamte Reise
Leckerchen
Näpfe
Trinkflasche für unterwegs
Erste-Hilfe-Set (u.a.):
Zeckenzange
Hundeschuhe für verletzte Pfoten
Verbandsmaterial
Zinksalbe und Wundsalbe
Allergietabletten
Kohletabletten
Krallenzange
Bürste
Viele Handtücher
Spielzeug
Körbchen
Mäntelchen (falls nötig)
Kotbeutel
Feuchttücher
Ladekabel für den GPS-Tracker
Besonders praktisch finde ich außerdem eine große Decke für Sofa oder Bett. So bleibt die Unterkunft sauber und die Hunde haben gleichzeitig einen vertrauten Liegeplatz.
Urlaub mit Hund: Die Fahrt entspannt gestalten
Die Anreise ist oft der längste Teil der Reise.
Damit Hazel und Murphy möglichst angenehm reisen können, achte ich auf einige Dinge.
Im Sommer nutzen wir Sonnenschutz an den Fenstern und natürlich die Klimaanlage.
Für längere Fahrten habe ich das Futter bereits portionsweise vorbereitet. So können wir bei einer Pause unkompliziert eine kleine Mahlzeit anbieten.
Wenn wir auf Rastplätzen anhalten, stelle ich immer sicher, dass die Hunde vollständig gesichert sind, bevor eine Tür geöffnet wird.
Außerdem suchen wir möglichst ruhige Bereiche abseits des Trubels und so weit wie möglich von der Autobahn entfernt.
Wir haben das große Glück, dass Hazel und Murphy sehr entspannt Autofahren. Selbst eine achtstündige Fahrt ist für die beiden mit einer Pause problemlos machbar.
Zusätzlich empfehle ich:
Ausreichend Wasser mitzuführen
Regelmäßige Trinkpausen anzubieten
Hunde nicht allein im Auto zu lassen (wenn es warm ist)
Für eine sichere Transportlösung zu sorgen (Box oder gesicherter Hundesitz + Anschnallgurt)
Vor der Abfahrt noch einmal die Möglichkeit zum Lösen und Bewegen zu geben
Urlaub mit Hund genießen: Das gibt es vor Ort zu beachten
Endlich angekommen – jetzt beginnt der schönste Teil.
Gerade in den Sommerferien sind viele Reiseziele sehr warm.
Deshalb gelten die gleichen Regeln wie zuhause:
Spaziergänge früh morgens oder spät abends
Ausreichend Wasser bereitstellen
Mittagshitze vermeiden
Schattenplätze nutzen
Besonders wichtig:
Prüft regelmäßig Asphalt und Sand mit der Hand. Was für uns nur warm erscheint, kann für Hunde bereits schmerzhaft heiß sein.
Leider entstehen so jedes Jahr Verbrennungen und schmerzhafte Brandblasen an Hundepfoten.

Wasserrute beim Hund: Was ist das eigentlich?
Viele Hunde lieben das Wasser und verbringen im Urlaub deutlich mehr Zeit beim Schwimmen als zuhause.
Dadurch kann es in manchen Fällen zur sogenannten Wasserrute kommen.
Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Entzündung beziehungsweise Überlastung der Schwanzmuskulatur.
Typische Symptome sind:
Die Rute ist die ersten Rutenwirbel "gerade" und hängt dann schlaff herunter (sieht etwas aus wie ein Pferdeschweif)
Der Hund bewegt ihn kaum noch
Schmerzen beim Berühren
Unruhe oder eingeschränkte Bewegungsfreude
Auslöser sind häufig:
Langes Schwimmen
Kaltes Wasser
Überanstrengung
Ungewohnte Belastung
Die gute Nachricht: In den meisten Fällen heilt eine Wasserrute innerhalb weniger Tage wieder aus.
Wichtig sind Ruhe, Schonung und bei starken Beschwerden ein Besuch beim Tierarzt.
Vorsicht bei Salzwasser
Gerade an Küsten solltet ihr darauf achten, dass euer Hund möglichst wenig Salzwasser trinkt.
Größere Mengen können zu:
Durchfall
Erbrechen
Kreislaufproblemen
führen.
Deshalb stelle ich am Strand immer ausreichend frisches Trinkwasser zur Verfügung. Auch kann der Hund immer wieder einige kleine Mengen Salzwasser aufnehmen, wenn er Spielzeug aus dem Meer apportiert.
Auch im Urlaub brauchen Hunde Erholung
Wir möchten unseren Hunden möglichst viel zeigen.
Dabei vergessen wir manchmal, dass Urlaub für Hunde ebenfalls anstrengend sein kann.
Neue Gerüche, fremde Umgebungen, viele Menschen und ungewohnte Aktivitäten bedeuten eine Menge Eindrücke.
Deshalb sollten wir darauf achten, unsere Hunde weder körperlich noch mental zu überfordern.
Nicht jeder Hund genießt einen Städtetrip voller Menschenmengen. Nicht jeder Hund möchte täglich stundenlange Wanderungen absolvieren.
Ausreichend Ruhephasen und Regenerationszeit gehören deshalb genauso zum Urlaub wie spannende Abenteuer.
Urlaub mit Hund: Gemeinsame Erinnerungen schaffen
Bei aller Planung, allen Checklisten und allen Vorsichtsmaßnahmen sollte eines nie vergessen werden:
Ein Urlaub mit Hund soll vor allem Freude machen.

Für mich sind es die gemeinsamen Momente, die in Erinnerung bleiben. Wenn Hazel und Murphy voller Begeisterung am Strand entlangflitzen, gemeinsam mit uns neue Wege entdecken oder einfach zufrieden neben uns liegen und die Aussicht genießen.
Genau dafür lohnt sich die ganze Vorbereitung.
Denn je besser wir unseren Urlaub mit Hund planen, desto entspannter können wir die gemeinsame Zeit genießen.

Und während ich diese Zeilen hier in der Bretagne schreibe, werde ich mir jetzt einen schönen Weißwein einschenken, den Blick aufs Meer genießen und die Zeit mit meinen Liebsten in vollen Zügen auskosten.
Ich wünsche euch und euren Vierbeinern wunderschöne Sommerferien, viele unvergessliche Erlebnisse und einen entspannten Urlaub mit Hund.




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